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Veränderung Aktiv Angehen und Gelassen Geschehen Lassen

Veränderung Aktiv Angehen und Gelassen Geschehen Lassen

 
 

Und plötzlich ist etwas anders…Du fühlst Dich anders: eingeengt, bedrückt, überfordert. Bist unruhig, angespannt, aufgeregt. Fühlst Dich eingeschnürt und zeitweise hilflos aufgrund Deiner aktuellen Lebenssituation und der vielen Gedanken, die sich um ein und dasselbe Problem drehen. Es können der Ärger mit Kollegen und die hohen Anforderungen auf der Arbeit sein oder Deine kriselnde Partnerschaft und Verlustängste, die damit einhergehen. Es kann ein gesundheitliches Tief oder eine größere Krankheit sein, die Dich Deiner Lebenskraft berauben. Oder ein diffuses Gefühl des Unwohlseins in Deiner Wohnung, Deinem Haus, an dem Ort, an dem Du wohnst und lebst. Oder die Empfindung, nicht richtig, nicht gut genug zu sein… und dadurch das Gefühl zu verspüren, vom eigenen Leben überrannt zu werden, nicht mehr Herr der Lage zu sein und nicht mehr mitzukommen bei all dem, was vermeintlich wichtig und wissenswert, angesagt und hip ist und was „man“ halt so tut.

 

 

Was nun tun, wenn Dein Leben nach Veränderung ruft und Du doch am liebsten alles beim Alten belassen möchtest?

Auch wenn es oftmals schwerfällt in einer krisenhaften und belastenden Situation, so setzt Veränderung stets als ersten Schritt das vorbehaltlose Annehmen dessen voraus, was ist. Dein persönliches „Ja!“ zu Dir selbst und dem aktuellen Status Quo Deiner Wirklichkeit. Die Aufgabe Deines Beharrens und Bekämpfens der Dinge, die Aufgabe Deines inneren Widerstands und Deiner verurteilenden und verneinenden Haltung Dir selbst und dem Leben gegenüber. Es braucht Dein bedingungsloses „Ja!“ dazu, wie das Leben gerade ist, und nicht, wie es nach Deinen Vorstellungen sein sollte. Wenn Du innerlich beginnst zu akzeptieren, wie Dein Leben sich gerade anfühlt und was Deine derzeitige Lebenssituation ausmacht – und zwar mit allen Problemen, Konflikten und Unvollkommenheiten –, dann öffnest Du dadurch bereits unbewusst den Raum für Veränderung. Denn es fällt Dir dann sehr viel leichter, eine Perspektive der Möglichkeiten und Lösungen einzunehmen, bewusst neue Ziele anzuvisieren, die Vergangenheit abzuschließen und hinter Dir zu lassen und ganz konkret neue Wege einzuschlagen.

 

Es ist in dieser ersten Phase und allen weiteren Phasen eines größeren Veränderungsprozesses auch sehr hilfreich, Dir und anderen zu vergeben und zu verzeihen und Frieden mit Dir selbst und Deinen Mitmenschen zu schließen. Immer dann, wenn Du Dich dabei ertappst, Dich oder andere für das Geschehen zu beschuldigen, zu verurteilen, herabzusetzen oder abzulehnen, kannst Du zu Dir selbst innerlich oder laut sagen: „Obwohl ich einen Fehler begangen habe, obwohl mich diese oder jene bestimmte Person verletzt hat, obwohl ich dieses vermeintliche Problem noch nicht gelöst habe, obwohl ich …, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz!“ Wenn Du die Wogen des Dramas, der Schuldvorwürfe und der Verurteilung verlässt, tust Du Dir selbst und anderen einen großen Gefallen. Nebenbei wachsen mit Deiner Fähigkeit der Vergebung Deine Selbstliebe, Dein Selbstwert, Deine Gelassenheit, Deine Freiheit und Dein innerer Friede.

 

Diese ersten Schritte der Akzeptanz und Vergebung machen es Dir auch einfacher, Dich mit Deiner Wunschzukunft und den entscheidenden Fragen des Wandels zu beschäftigen: „Wo willst Du hin? Wer willst Du sein? Wie willst Du in Zukunft leben?“

 

Falls Du Dir darüber im Unklaren bist, bietet sich die Wunderfrage an, um Deinen Zielen und Deiner Vision eines besseren, glücklichen Lebens auf die Spur zu kommen: „Wenn über Nacht ein Wunder geschehen würde, und Dein Problem wäre gelöst, woran würdest Du die Änderung bemerken? Was wäre anders?“

 

Wie und woran würden andere Menschen in Deiner Umgebung erkennen, dass sich was verändert hat bei Dir?

 

Die dabei aufsteigenden Antworten, Bilder und Vorstellungen ergeben Deine Vision eines besseren und glücklichen Lebens. Diese begeistert, beflügelt und belebt Dich auf ganz natürliche Art und Weise, wann immer Du sie Dir ins Bewusstsein rufst: Neue Netzwerke im Gehirn werden aktiviert, Endorphine werden von Deinem Körper ausgeschüttet, Glücksgefühle machen sich breit und geben Dir die nötige Schubkraft für reale Taten der Veränderung.

 

Aus Deiner Vision kannst Du dann konkrete Ziele ableiten und formulieren, an denen Du Dein Denken und Handeln künftig Tag für Tag ausrichtest. Ziele entfalten Ihre stärkste Wirkkraft, wenn sie S-M-A-R-T formuliert sind: Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminiert.

Bei einem gewünschten Ortswechsel könnte ein mögliches Ziel beispielsweise lauten: „Ich wohne und lebe zu Beginn des neuen Jahres in einer wunderschön eingerichteten Wohnung in meiner Lieblingsstadt und fühle mich dort rundum wohl!“

 

Um Deine Zielmotivation zu stärken, kannst Du Dir klarmachen, was ein Verharren in alten Gewässern Dich kosten würde und welchen Preis Du in den nächsten Monaten und Jahren dafür bezahlst, wenn Du nichts veränderst. Darüber hinaus kannst Du darüber nachdenken, welche positiven Auswirkungen das Erreichen Deines Zieles auf Dein Selbstwertgefühl, Dein Selbstvertrauen und Dein Leben an sich haben wird und was Du alles langfristig betrachtet gewinnen wirst dadurch.

Zusätzliche Kraft gibt Dir das Koppeln Deiner Ziele an Werte, die Dir wichtig sind. Werte, die zu Dir dazugehören und für die Du einstehst und Dich einbringst.

Natürlich wird nicht alles genauso eintreten, wie Du es Dir wünschst, doch das macht das Leben auch erst spannend, lebens- und liebenswert: unerwartete Wendungen, sich auflösende Bindungen, neue Bekanntschaften, kleine Überraschungen und unvorhersehbare Fügungen. Doch wenn Dich Deine Vision gepackt hat, der Klang des Neuen Dich beginnt zu verzaubern und Du Deine Ziele mit Herz, Hirn und Hand Wirklichkeit werden lässt wirst Du auch Plateauphasen, kleine Niederschläge und Misserfolge auf Deinem Weg dankbarer hinnehmen können oder gar zu schätzen wissen.

 

Apropos Dankbarkeit: Bei all Deiner neu entfachten Begeisterung, bei allem Brennen für Deine Ziele ist es sehr zu empfehlen, Dich Tag für Tag achtsam auf den Weg ins Neue zu machen. Einfach aufmerksam zu sein für kleine Geschenke und nette Gesten und selbst dankbar zu sein für alles, was Du bereits hast, bist und tun kannst. Das schenkt unglaublich viel Zufriedenheit und Genugtuung, gibt Dir einerseits die nötige Energie, um tatkräftig Deine Wünsche umzusetzen und andererseits gelassenes Glück im Hier und Jetzt zu erfahren.

Dankbar und achtsam zu sein ist gewissermaßen ein Akt des Respekts Dir, anderen und dem Leben gegenüber, mit dem Du ganz von selbst die richtige Balance zwischen dem „Aktiv-und-Produktiv-Sein“ und dem „Entspannt-und-Gelassen-Sein“ findest.

Die wahre Kunst des Wandelns besteht meiner Erfahrung nach darin, Deine Ziele mit Augenmaß anzugehen und dabei stets so offen zu sein, um im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

 

Und auch wenn es wichtig ist, Dich immer wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren, den Fokus auf Deine Ziele und konkrete Taten im Alltag zu richten und Prioritäten (neu) zu setzen: Nimm dabei bitte dabei Rücksicht auf Dich selbst und andere, Deine und Ihre Kräfte, Energien und Bedürfnisse nach Stabilität und Balance. Verrenne und Verausgabe Dich nicht im blinden Streben nach Höherem, denn der einzig lebbare und wichtige Moment bleibt bei allem Fortschrittsdrang und Wunschdenken immer die Gegenwart. Dazu passt auch der schöne Spruch, der mir aus einer fruchtbaren Begegnung in Erinnerung geblieben ist: „Willst du Gott zum Lachen bringen, mache einen Plan.“ Das Leben meint es eben oftmals anders, als Du und ich und wir es uns denken und idealerweise vorstellen und wünschen. Und bringt uns auf wunderlichen Wegen zu unserer Erfüllung, wenn wir sanft entschlossen dranbleiben und bereit sind, uns täglich vertrauensvoll einzulassen auf eine unvorhersehbare Abenteuerreise.

Folge einfach Deiner Freude, besinne Dich auf Deine Stärken, Ressourcen und Möglichkeiten, bleib wach und offen und etabliere zum Ausgleich seelennährende und körperstärkende Rituale und geistbefreiende Zeiten der Ruhe, Muße und Stille.

 

Und halte im Fortschreiten zwischendurch so oft es geht inne und frage Dich: „Wie kann ich mir was Gutes tun und mich jetzt glücklich machen? Was brauche ich gerade, damit ich mich wohlfühle?“ Ist es vielleicht an der Zeit, Dich irgendwie selbst anzuerkennen und zu belohnen für Dein Engagement?

 

Mir helfen in Zeiten der Veränderung zum Beispiel erholsame und beruhigende Auszeiten in der Natur, aktive Bewegung und belebender Sport, das Lesen inspirierender Texte und Bücher, das Meditieren, zur Stimmung passende Musik, gute und ausgewogene Ernährung, tiefgehende und befruchtende Gespräche mit aufgeschlossenen Menschen und diverse tägliche Rituale der Achtsamkeit, Innenschau, Reflexion und Dankbarkeit.

 

 

Was auch immer Dich stärkt und glücklich macht, kultiviere mehr davon. Und lass mehr von dem weg, was Dich runterzieht und schwächt.

Ich wünsche Dir, dass Du in Deinem ganz persönlichen Veränderungsprozess eine gute Balance zwischen entschlossenem, aktivem Tun und gelassenem Geschehen lassen findest und Dich der Fluss des Lebens wohlbehütet zu neuen erfüllenden Ufern führt.

 

 

Herzlichst

 

 

Philipp

 
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